Private Krankenkassen stehen nur einem begrenzten Personenkreis offen. Dazu zählen unter anderem Selbstständige und Freiberufler sowie Arbeitnehmer, die mit ihrem jährlichen oder monatlichen Einkommen eine gesetzlich festgelegte Grenze überschreiten. Für das Jahr 2008 liegt diese Jahresgrenze bei über 48.200 Euro. Die privaten Krankenkassen bieten ihren Versicherten verschiedene Leistungen an, die individuell zusammengestellt werden können.

Im Vergleich zur gesetzlichen Krankenversicherung sparen vor allem junge und gesunde Arbeitnehmer bei den privaten Krankenkassen durch besonders niedrige Monatsbeiträge. Diese werden anhand unterschiedlicher Faktoren berechnet. Berücksichtigt werden unter anderem das Geschlecht der versicherten Person, der Gesundheitszustand und das Alter zu Beginn der Versicherung, sowie die vertraglich vereinbarten Leistungen. Ein Teil der Versicherungsprämie kann durch Leistungsverzicht auch wieder erstattet werden. Damit sind private Krankenkassen noch attraktiver für Versicherte. Je nach Versicherung sind Rückzahlungen von bis zu sechs Monatsbeiträgen möglich. Einfluss auf die Versicherungsrate hat auch eine mögliche Selbstbeteiligung des Versicherten im Krankheitsfall.

Private Krankenkassen übernehmen unter anderem die Kosten für eine stationäre Unterbringung in einem Ein- oder Zweibettzimmer, die Behandlung durch den Chefarzt, bezahlen hochwertigen Zahnersatz, kieferorthopädische Behandlungen, Kosten für Brillen und Kontaktlinsen und bieten zuzahlungsfreie Massagen und Physiotherapie-Behandlungen. Die von den gesetzlich Versicherten zu zahlende Praxisgebühr von 10 Euro einmal pro Quartal müssen Privatpatienten nicht entrichten.