Alles über Versicherungen
3 Nov
Für die Versicherung von Reisemobilen sind die Prämien oftmals im Vergleich zu normalen Kfz-Versicherungen recht hoch und ohne Selbstbeteiligung praktisch gar nicht erhältlich. Einsparungen sind möglich, wenn man den Anbieter wechselt. Ähnlich wie auf dem Pkw-Markt bieten die Versicherer dem Neukunden häufig bessere Konditionen als den Stammkunden an. Wer jedoch mehrere Fahrzeuge bei einem Anbieter versichert hat, kann auf einen Treuerabatt hoffen. Die Preisspanne der Jahresprämien für Haftpflicht und Kasko kann gehörig schwanken. Sie liegt bei einem durchschnittlichen Reisemobil etwa zwischen 1.200 und 2.000 Euro.
Neben einer Kasko-Versicherung sollte der Kunde nach Möglichkeit eine Fahrerunfallversicherung abschließen. Bei einem selbstverschuldeten Unfall sind zwar alle Insassen des Fahrzeugs über die Haftpflicht versichert, allerdings nicht der Fahrer selbst. Wer mit dem Wohnmobil unterwegs ist, zählt zu den Vielfahrern und trägt damit ein erhöhtes Unfallrisiko. Plant man mit dem Reisemobil eine Fahrt ins Ausland, gilt es vorher zu überprüfen, ob der Versicherungsschutz dort überhaupt Gültigkeit besitzt. Die grüne Versicherungskarte gilt für Europa, aber zum Beispiel nicht für den asiatischen Teil der Türkei. Vorsicht gilt auch beim Autoschutzbrief. Zwar hat man als Inhaber eines solchen Schutzbriefes grundsätzlich Anspruch auf die dort vereinbarten Leistungen, auch wenn man mit dem Reisemobil unterwegs ist. Aber in der Praxis holt der ADAC nur Fahrzeuge bis zu einer Höhe von 3,20 Meter bei Unfall oder Krankheit des Fahrers zurück. Wessen Wohnmobil höher ist, der benötigt u.U. einen speziellen Autoschutzbrief. Eine Auslands-Schaden-Police ist in diesem Fall ebenfalls sinnvoll, sofern man den Urlaub denn in der Ferne verbringt. Erleidet der Kunde mit dem Wohnmobil einen Unfall im Ausland, hat er auch dort Anspruch auf Nutzungsausfall, Mietwagen und Wertminderung. Gerade der letzte Punkt verursacht bei einem Reisemobil häufig hohe Kosten. Anbieter sind u.a. ACCURA und ARAG.